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44

IV

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

GRK „ProMoAge“

Die DFG hat 2015 das neue Graduiertenkolleg

2155 „Protein Modification: Ageing“ („ProMoAge“)

an die Universitäten Halle-Wittenberg und Jena

sowie dem FLI Jena bewilligt.

Hauptziel des Graduiertenkollegs ist die Erfor-

schung von sogenannten posttranslationalen

Proteinmodifikationen (PTM) zellulärer Proteine als

ein Schlüsselmechanismus des Alterns und deren

Einfluss auf alternsrelevante Signalproteine und

epigenetische und transkriptionelle Regulationspro-

zesse. Kenntnisse über diese molekularen Mecha-

nismen, die zu altersabhängigen Einschränkungen

von Organfunktionen führen, können dazu beitra-

gen, den Gesundheitszustand älterer Menschen

zu verbessern. Deshalb sind weitere große Ziele

die Identifikation neuer Biomarker für das Altern

und altersassoziierte Erkrankungen, aber auch die

Qualifizierung junger Wissenschaftlerinnen und

Wissenschaftler für eine Laufbahn im Bereich der

interdisziplinären Alternsforschung. Sprecher ist

Prof. Dr. Andreas Simm vom Universitätsklinikum

Halle (Saale), seine Stellvertreterin Prof. Dr. Regina

Heller vom Universitätsklinikum Jena.

Darüber hinaus sind 14 Wissenschaftlerinnen und

Wissenschaftler aus Halle und Jena am neuen

Graduiertenkolleg beteiligt, von dem eine weitere

Stärkung der Alternsforschung in Jena erwartet

werden kann.

GRK „Geführtes Licht““

Mit Licht in seiner kompaktesten Form beschäftigt

sich das neue Graduiertenkolleg „Geführtes Licht

- dicht gepackt: neue Konzepte, Komponenten und

Anwendungen“. Sprecher ist Prof. Dr. Andreas

Tünnermann. Das Kolleg soll die Grundlagen dafür

erarbeiten, die Ausbreitung von Licht nicht nur voll-

ständig zu verstehen, sondern auch kontrollieren zu

können. Zehn Arbeitsgruppen der FSU und des IOF

Jena sowie zehn kanadische Arbeitsgruppen der

Universitäten Toronto und Laval (Quebéc) sowie

des Institut national de la recherche scientifique

(INRS) in Varennes sind daran beteiligt.

Im Fokus der Arbeiten sollen optische Wellenleiter

und verwandte Technologien stehen, mit denen

Licht in ultrakompakten Strukturen - in Form win-

ziger Lichtpakete - erzeugt, geführt und detektiert

werden kann. Solche Lichtwellenleiter spielen z. B.

in der Telekommunikation eine wichtige Rolle.

Konkret sollen im Rahmen des Graduiertenkollegs

neuartige Faserstrukturen entstehen, physikalische

Prinzipien der Laser-Materie-Wechselwirkung

erforscht und künstliche Materialien mit maßge-

schneiderten optischen Eigenschaften entwickelt

werden. Für die Nachwuchsforscher bietet das

Graduiertenkolleg beste Bedingungen: ein hohes

Maß an eigenverantwortlicher Forschung, die

Einbindung in ein renommiertes Netzwerk inter-

nationaler Spitzenforschung und ein vielseitiges

Kursprogramm.

Unterstützung durch Stipendien,

Sachmittel und andere Ressourcen

Die FSU unterstützt Doktorandinnen und Doktoranden

durch die Vergabe von Stipendien und Sachmitteln. Im

Jahr 2015 wurden 13 neue Stipendien aus der Gra-

duiertenförderung des Freistaates Thüringen gem. § 8

ThürGFVO vergeben, davon sieben an Doktorandinnen.

Insgesamt befanden sich zum 31.12.2015 42 Stipendi-

aten in der Förderung, davon 17 Frauen. Hinzu kommen

20 Promotionsabschlussstipendien, davon neun an

Doktorandinnen. Durch DAAD-Förderung und eigene

Mittel wurden Kurzzeit-Stipendien für 31 ausländische

Promovierende unterstützt (15 weiblich, 16 männlich).

Darüber hinaus belohnt die FSU drittmittelfinanzierte

Programme durch die Bereitstellung weiterer zurzeit

acht Promotionsstipendien (davon drei an Frauen).

Innerhalb des Programms „ProChance – Programm zur

Förderung der Chancengleichheit von Frau und Mann

in der Wissenschaft“ wurden im Jahr 2015 Sachmittel

in Höhe von 82.480

an 101 junge Wissenschaftle-

rinnen vergeben (Förderlinie A 2). Damit wurden v. a.

Konferenzteilnahmen mit eigenem Fachbeitrag sowie

Teilnahmen an Veranstaltungen zur wissenschaftli-

chen Qualifizierung unterstützt.