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19

II

Profillinie „Life“

: Diese Profillinie umfasst die Be-

reiche Mikrobiologie und Infektionsforschung, Biodi-

versität sowie Alternsforschung. Die mikrobiologische

Forschung, die in der Exzellenz-Graduiertenschule

„Jena School for Microbial Communication“ einen

weit über die Mikrobiologie hinausgehenden Rahmen

gefunden hat, setzt sich in den drei Sonderforschungs-

bereichen „FungiNet“, „ChemBioSys“ und „AquaDiva“

fort. In diesen wird die Forschung in den themati-

schen Schwerpunkten der infektionsbiologischen, (bio)

chemischen und ökologisch-geowissenschaftlichen

Ausgestaltung dieses Themenkomplexes gespiegelt.

Darüber hinaus sind gemeinsame Graduiertenkollegs

und -schulen mit dem Leibniz-Institut für Naturstoff-

Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut,

demMax-Planck-Institut für chemische Ökologie sowie

demMax-Planck-Institut für Biogeochemie eingebun-

den. Weitere involvierte Forschungsverbünde sind der

Leibniz Science Campus „InfectoOptics“, der BMBF-

Forschungscampus „InfectoGnostics“, das BMBF-

Zwanzig20-Konsortium „InfectControl“, das integrierte

Forschungs- und Behandlungszentrum Center for Sepsis

Control & Care und weitere Großprojekte.

Die Forschungen zu den Ursachen und Konsequen-

zen des Biodiversitätsverlustes, zum Zusammenspiel

geologischer und (mikro)biologischer Faktoren sowie

die Einflüsse auch auf den Boden oder die Grund-

wasserspeicher werden ebenso wie der Einfluss von

Biodiversität auf Ökosystemfunktionen in großer Breite

analysiert. Außeruniversitäre Partner sind dabei ne-

ben dem MPI für chemische Ökologie auch das MPI

für Biogeochemie und das Helmholtz-Zentrum für

Umweltforschung.

Im Entwicklungsbereich zur Alternsforschung geht es

um die Erforschung der biologischen Alterungsprozesse

sowie deren gesundheitliche und gesellschaftliche

Folgen. Daran wirkt insbesondere das Leibniz-Institut

für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut mit.

Die strukturelle Grundlage dieser Profillinie wird durch

das Jena Center for Microbial Communication (JCMC),

das Deutsche Zentrum für Integrative Biodiversität (iDiv)

sowie das Zentrum für Alternsforschung (ZAJ) gebildet.

Beteiligte Fakultäten: BPF, CGF, Med, PAF, FMI, FSV

Sprecherin der Profillinie Life ist Prof. Dr. Erika Kothe.

Profillinie „Liberty“

: Diese Profillinie soll den geis-

teswissenschaftlich orientierten Forschungsbereich um

Aufklärung, Klassik, Romantik, Idealismus, Ost- und Süd-

osteuropa sowie Zeitgeschichte und Erinnerungskultur

und die eher sozial- und verhaltenswissenschaftliche

sowie wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Er-

forschung individueller und sozialer Bedingungen und

Folgen sozialen Wandels umfassen.

Jena und Weimar sind das Zentrum der „deutschen

Klassik“ um 1800, die als Zusammenspiel von Aufklärung

und Romantik Grundlagen unserer gegenwärtigen Kultur

bildet. Das Jenaer „Forschungszentrum Laboratorium

Aufklärung“ mit der „Forschungsstelle europäische

Romantik“ setzen im interdisziplinären Dialog Gegen-

wartsfragen und -probleme mit dieser Formationsphase

der modernen Gesellschaft in Beziehung und zielen

darauf, die klassischen Erinnerungsorte Deutschlands zu

aktuellen Diskussionsorten einer historisch informierten

Gegenwartsdiagnose zu machen.

Die Selbstaufklärung demokratischer Gesellschaften

über ihre Vergangenheit gehört nach den Erfahrungen

von Krieg, Diktatur und Völkermord zu den Grundvoraus-

setzungen der Demokratie. Das Jena Center Geschichte

des 20. Jahrhunderts und das Imre Kertész Kolleg Jena

gehören in enger Zusammenarbeit mit den Gedenkstätten

Buchenwald und Mittelbau-Dora zu den herausragenden

Orten europäischer zeithistorischer Forschung und ihrer

geschichtskulturellen Dimensionen.

Sozialer Wandel ist nicht nur ein Traditionsthema der

Forschung in Jena. Seine wissens- und erfahrungsge-

leitete Bewältigung ist vielmehr eine wesentliche Zu-

kunftsaufgabe aller modernen Gesellschaften. Inspiriert

von den Traditionsimpulsen in der Bewältigung sozialen,

ökonomischen und politischen Wandels hat sich in Jena

ein Forschungsschwerpunkt zur Problematik, Dynamik

und Bewältigung des Wandels gebildet. Forschung

zu individuellen und gesellschaftlichen Problemlö-

sungsmustern, zu gesellschaftlicher Transformation

und Demographie, zu technologischem Wandel und

Innovation, zu sozialen, ökonomischen und rechtlichen

Institutionen und deren Wandel, zu Governance-Formen

und -Strukturen, zur Konstitution und Dynamik von

Wissens-, Umwelt- und Finanzmärkten sowie zum

Individual- und Gruppenverhalten unter Unsicherheit

zeichnen den Schwerpunkt aus.

Die drei großen Bereiche der Profillinie werden organisa-

tional vom Forschungszentrum Laboratorium Aufklärung

inklusive der Forschungsstelle Europäische Romantik,

dem Imre-Kertész-Kolleg und dem Jena Schumpeter

Center for the Research on Socio-Economic Change

(JSC) (i.Gr.) getragen. Die Profillinie Liberty arbeitet

kontinuierlich und eng mit der Klassik-Stiftung Weimar,

der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-

Dora und dem Erfurter Max-Weber-Kolleg zusammen.

Beteiligte Fakultäten: Philo, FSV, WiWi, ReWi, Theo, FMI

Sprecher der Profillinie Liberty ist Prof. Dr. Stefan

Matuschek.

L I GHT .

L I F E .

L I BERTY.