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Wesentlicher Bestandteil dieses Leibniz-Campus sind
drei Arbeitsgruppen, für die die Alternsforscher im Rah-
men der
ProExzellenz-Initiative
des Freistaats Thü-
ringen eine Drittmittelförderung einwerben konnten. Je
eine Gruppe wird an der Biologisch-Pharmazeutischen
Fakultät der Jenaer Universität bzw. am Fritz-Lipmann-
Institut angesiedelt sein; die Forschergruppe Stamm-
zellalterung wird zur Abteilung Hämatologie/Onkologie
des UKJ gehören, das Berufungsverfahren zur Beset-
zung der professoralen Gruppenleitung läuft bereits.
Ebenso sucht die Medizinische Fakultät nach einem
Spezialisten oder einer Spezialistin für mikroskopische
Bildanalyse für die Leitung einer entsprechenden
Arbeitsgruppe im Schwerpunkt
Medizinische Optik
und Photonik
. Das wissenschaftliche Konzept für die
Gruppe überzeugte die Carl-Zeiss-Stiftung, so dass die-
se eine Förderung von insgesamt 1,6 Mio.
€
zugesagt
hat. Diese neu einzurichtende Arbeitsgruppe ist als Pro-
jektpartner der Initiative für einen Sonderforschungs-
bereich ReceptorLight vorgesehen. Diese absolvierte
nach der Einreichung des Vorantrages ein erfolgreiches
Beratungsgespräch bei der DFG und arbeitete gemein-
sam mit Forscherinnen und Forschern aus Würzburg
den Hauptantrag für einen Transregio-SFB aus. Die
DFG beschloss im Mai 2015 die Förderung des
SFB
ReceptorLight
, der nun seine Arbeit aufnehmen kann.
Auch abseits großer Verbünde in den Schwerpunktbe-
reichen konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissen-
schaftler des Universitätsklinikums Jena erfolgreich
Mittel für Forschungsprojekte einwerben. So startet
2015 das vom BMBF als Gesundheitsregion unterstützte
Innovationsnetzwerk
VorteilJena
. Die daran beteilig-
ten Partner von UKJ, Friedrich-Schiller-Universität und
Ernst-Abbe-Hochschule Jena verstehen Prävention
und Gesundheitsförderung als gesamtgesellschaftliche
Aufgabe, für deren Bewältigung sie regional orientierte
Konzepte zur sozialen Teilhabe entwickeln wollen.
Die DFG fördert eine
Heisenberg-Professur
Mo-
lekulare Neurogenetik für PD Dr. Ingo Kurth. Der Hu-
mangenetiker erhielt zudem für seine Ergebnisse
zu genetisch bedingten Störungen der Schmerzwei-
terleitung den Förderpreis für Schmerzforschung.
Weitere Auszeichnungen würdigen besonders die
Anwendungsorientierung von UKJ-Forschungspro-
jekten. Am UKJ entwickelte Organbiochips wurden
mit dem Thüringer Tierschutzpreis ausgezeichnet.
Die Biochips bilden Organfunktionen nach und
übernehmen damit eine Brückenfunktion zwischen
Zellkulturversuchen und konventionellen klinischen
in-vivo-Studien - als Alternative zu bislang für diese
Untersuchungen notwendigen Tierversuchen.